Ein etwas anderer Adventskalender: 24 Fragen und Ideen für eine noch schönere Adventszeit, Teil 1

Wie kann deine Adventszeit noch schöner, besinnlicher und sinnvoller werden? Wie können wir uns Zeit für das Wesentliche nehmen und uns aus Erwartungsdruck und Konsumstress befreien, um uns wirklich mit Vorfreude und entspannt auf Weihnachten vorzubereiten?
Die 24 Ideen können wie ein Adventskalender genutzt werden – also täglich eine Inspiration umsetzen oder einfach nur das, was du gerade brauchst. Manchmal tut es aber auch gut, sich gerade auf die Gedanken einzulassen, die uns besonders herausfordern oder „unnötig“ erscheinen. Geht mir jedenfalls so.

Alles, was du für die Umsetzung brauchst, ist etwas Zeit (manchmal auch etwas mehr) und etwas zum Schreiben…

… Vielleicht sind die Gedanken auch etwas für deine persönliche Morgenroutine beim ersten Kaffee? Oder für den Abend bei einer Tasse Tee? Manchmal reicht die Zeit nur, um über die Fragen nachzudenken, aber sich hinzusetzen und die Antworten zu notieren, hat noch einmal eine ganz eigene Wirkung. Beim Schreiben mit der Hand entsteht mehr Klarheit und Ruhe im Kopf und die neuen Ideen geraten nicht so schnell in Vergessenheit.

Probiere es gerne gemeinsam mit mir aus und gönne dir adventliche Auszeiten mit deinem Notizbuch.

1. Einstimmen: Was waren deine schönsten Adventsmomente in deiner Kindheit? Die Vorfreude auf das Öffnen des Adventskalenders? Das gemeinsame Singen? Der erste Dominostein des Jahres? Das Aufbauen der Krippe? Schreibe fünf schöne Erinnerungen auf. Vielleicht kannst du ja etwas davon in die Gegenwart holen.

2. Dein Weihnachtswarum: Viel zu oft machen wir Dinge einfach nur aus Tradition und Gewohnheit. Deswegen sind sie nicht unbedingt schlechter, aber wenn wir ein wirkliches „Warum“ haben, fällt es uns leichter, die richtigen Prioritäten zu setzen. Wenn Weihnachten für uns in erster Linie das Fest der Familie ist, können wir uns bewusst darauf konzentrieren, gute Zeit miteinander zu verbringen und lassen den Dekowahn guten Gewissens links liegen. Und der ursprüngliche Grund – Jesu Geburt – inspiriert uns vielleicht dazu, gemeinsam einen Gottesdienst zu besuchen, statt an Heiligabend ein Fünf-Gänge-Menü zu kochen. Tolles Essen, liebevolle Deko, Geschenke und Weihnachtsmarktbesuche können wunderbar sein, aber all das ist freiwillig und wir dürfen wählen, was zu uns und unseren Werten passt.

3. Loslassen: Was möchtest du in dieser Weihnachtszeit loslassen? Viel zu oft stressen uns gerade vor Weihnachten Begegnungen oder Angewohnheiten: Weihnachtskekse essen oder Glühwein trinken, bis Bauch- oder Kopfschmerzen kommen? Shopping- oder Dekostress? Nervige Diskussionen über die Organisation der Feiertage? Angst vor Streit an der Festtagstafel? Schreibe alles auf, was du nicht mehr möchtest, und überlege, wie du diese Punkte wirklich loslassen oder zumindest entschärfen kannst.

4. Weiter geht es mit dem Loslassen: Weihnachten wird auch als Fest der Liebe bezeichnet – doch gerade um die Feiertage kochen Emotionen oft hoch oder wir schlucken Ärger herunter. Welcher Groll steht dir noch im Weg? Schreibe dir den Ärger heute einfach mal von der Seele; damit ist er oft schon ein Stückchen entschärft.

5. Versöhnung den Weg öffnen: Auch wenn Vergebung vor allem uns selbst befreit, ist das nicht immer einfach, gerade bei schweren Verletzungen. Ganz oft halten wir uns aber auch an unnötigem Ärger fest, der uns in erster Linie selbst belastet. Überlege dir fünf Dinge, die du verzeihen und loslassen möchtest – einfach, weil du dich dazu entscheidest.

6. Perspektive wechseln: Okay, jetzt geht es raus aus der Komfortzone. Schreibe heute einfach mal drauflos – mit der Frage im Hinterkopf, wen du verletzt haben könntest. Ein schlechtes Gewissen oder unausgesprochener Ärger trübt unsere Vorfreude ja ebenfalls. Vielleicht kannst du überlegen, wo eine Entschuldigung oder mehr Engagement helfen könnte.

7. Not-to-do-Liste statt Weihnachtsstress: Vielleicht beginnt so langsam der Stress und von weihnachtlicher Ruhe ist keine Spur. Blättere noch einmal zurück zu Tag 2 und schreibe spontan drei konkrete Dinge auf, die du absagst: die dritte Weihnachtsfeier, auf die du eigentlich keine Lust hast, den Weihnachtsmarktbesuch, den du nur aus Höflichkeit zugesagt hast, das Plätzchenbacken, das dir nicht liegt. Vielleicht auch die Absage an fünf originelle, selbstgemachte Kekssorten – obwohl du gerne bäckst, aber dieses Jahr einfach keine Zeit hast. Und dann lasse diese Dinge ohne schlechtes Gewissen wirklich sein.

Du möchtest weiter inspiriert werden? Am 8.12. geht es hier auf dem Blog weiter mit dem etwas anderen Adventskalender. Dir eine gesegnete, entspannte und wunderschöne Adventszeit. 

Deine Daniela alias Marie Adams

P.S. Falls du diese Art des Innehaltens und Schreibens magst, könnte dir mein Journal „Näher zu mir, näher zu dir“ gefallen. Hier gibt es Inspiration und jede Menge Platz zum Eintragen für deine persönlichen Gedanken.

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