Mach es endlich! Inspiration für Umsetzungsenergie

Was machst du, wenn du mehr Ideen als Zeit und Umsetzungsenergie hast? Was hindert dich am Umsetzen – und was kostet es dich, passiv zu bleiben? Und wie kannst du endlich anfangen?

Mir geht es so, dass mein Kopf immer übersprudelt vor Ideen. Wenn eine neue Idee anklopft, ist das für mich wie frisch verliebt sein. In Gedanken ist alles möglich, und die Zukunftsvisionen fühlen sich herrlich an.

Einiges setze ich um, anderes verwerfe ich wieder. Doch manches verfolgt mich auch über Jahre – und je länger es dauert, bis ich die Idee entweder loslasse oder Wirklichkeit werden lasse, desto größer wird oft der Frust darüber, nicht endlich in die Umsetzung zu kommen.

Vor mittlerweile vier Jahren habe ich mit Freundinnen eine ganz besondere Bonbonmarke kreiert – inklusive der ersten Produktion, einer Markenanmeldung beim Patentamt und einem (!) Etsy-Verkauf. Wir haben alle Jobs und Familie und Respekt vor bürokratischen Hürden. „Keine Zeit“ und „in manchen Punkten keine Ahnung“ sind nicht einmal Ausreden gewesen.

Dennoch schmerzt der Gedanke, dass wir einfach nicht weiterkamen.

Egal ob eine bestimmte Reise, mehr Kontakt zu einem lieben Menschen, den du aus den Augen verloren hast, eine neue Ausbildung oder ein Jobwechsel, ein eigenes Start-up, soziales Engagement, ein Buch schreiben, mit dem Rauchen aufhören oder eine Familie gründen – jeder von uns hat Pläne, Träume und Ideen, die viel zu oft unserer Verzagtheit, Angst, Bequemlichkeit oder fehlenden Vorstellungskraft zum Opfer fallen.


Warum ist es überhaupt schlimm, Ideen und Pläne nicht zu verwirklichen?

Eins vorweg: Manchmal ist es völlig okay, wenn ein Traum ein Traum bleibt. Das Träumen macht ja schon Freude. Und wir sind auch nicht gleich schlechtere Menschen mit einem schlechteren Leben, wenn wir nicht alle guten Vorsätze auch umsetzen.

Viel zu oft sorgen nicht umgesetzte Pläne jedoch dafür, …

  • … dass wir uns grundsätzlich entmutigt fühlen und bei der nächsten tollen Idee schon denken: „Das wird eh nichts.“ Wir verlieren das Vertrauen in uns und werden mit jedem nicht umgesetzten Plan mutloser. Meistens fühlt sich das noch schlimmer an, als zu scheitern. Denn dann hätten wir es wenigstens versucht.

  • … dass wir vielleicht aufhören, unsere Ideen überhaupt ernst zu nehmen, unserer Intuition zu folgen oder – wenn wir an eine höhere Instanz glauben – dieser zuzuhören.

  • … und am allerwichtigsten: Unsere Idee könnte die Welt wirklich besser machen – und wenn es nur für einen einzigen Menschen ist. Oft reden wir uns ein, dass es egoistisch wäre, andere Dinge zurückzustellen, um „unser Ding“ zu machen. Aber könnte es nicht auch egoistisch sein, eine wunderbare Idee, die uns geschenkt wurde, nicht umzusetzen?


Was kann dich motivieren, endlich in die Umsetzung zu kommen?

  • Ein starkes Warum
    Pläne umzusetzen kostet Kraft. Natürlich ist es klug, zu schauen, ob sich der Aufwand lohnt. Brenne ich wirklich dafür? Entspricht die Idee meinen Werten? „Zahlt“ sie auf meine größten Anliegen ein?

  • Prioritäten setzen
    Alles gleichzeitig geht nicht – und alles hat seine Zeit. Schaue dir an, wie du deine Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre verbringst. Was entspricht wirklich deinen Lebenszielen? Was ist wirklich wichtig? Was kannst du streichen?
    Ein Hebel bei mir war auch der Blick auf die Bildschirmzeit am Handy.

  • Die Macht der kleinen Schritte
    Viel zu oft denken wir, dass wir unser Leben umkrempeln müssten, um eine Idee oder einen Traum umzusetzen.
    Beispiel: Du möchtest ein Buch schreiben? Statt dir vorzunehmen, im nächsten Urlaub jeden Tag acht Stunden zu schreiben, ist es hilfreicher, morgen damit anzufangen, täglich eine halbe Stunde dem eigenen Buchprojekt zu widmen.
    Auch Recherche gehört schon zur Umsetzung. Wenn der erste Schritt für eine Reise z. B. der Besuch der Reiseabteilung in einem Buchladen ist, kann das ebenfalls ein Teil des Weges sein.

  • Routinen entwickeln
    Wie kannst du die Arbeit an deiner Idee mit deinem Alltag verknüpfen?
    Vielleicht eine halbe Stunde früher aufstehen und beim ersten Kaffee, den du sowieso nie ausfallen lässt, zum Notizbuch greifen? Oder das Lauftraining für den Marathon mit dem Rückweg von der Arbeit verbinden und laufen, statt zu fahren?
    Unser Gehirn freut sich über Struktur und Regelmäßigkeit. Ohne finden die tollsten Ideen keinen Halt.

  • Gemeinschaft suchen
    Nie war es leichter, sich mit Menschen mit ähnlichen Träumen und Zielen zu verbinden. Für fast alles gibt es Online-Foren, Kontaktbörsen – und manchmal auch in der nächsten Stadt Stammtische, Seminare oder VHS-Kurse zu deinem Thema.
    Oder du tust dich mit einer Freundin oder einem Freund zusammen und ihr verabredet euch verbindlich, um gemeinsam eure Pläne anzugehen. Ihr gebt euch Rechenschaft über euer Fortkommen, arbeitet vielleicht einfach im selben Raum oder virtuell zur gleichen Zeit mit angeschalteter Kamera. Das hilft extrem – und macht Spaß.

  • Vertrauen entwickeln
    Führe dir deine bereits umgesetzten Ideen vor Augen (ich wette, da ist so viel dabei, was du bisher als selbstverständlich empfunden hast, das aber schon eine große Leistung ist).
    Entwickle einen Blick für „Zufälle“ und freue dich darüber, wie oft dir genau das passende Buch in die Hände fällt oder du den richtigen Menschen triffst. Dieser offene Blick lässt uns erst aufmerksam auf gute Gelegenheiten werden.
    Ein Stück loslassen und darauf vertrauen, dass schon alles gelingt, solange wir aktiv werden – ohne uns selbst unter Druck zu setzen oder unser Glück vom Erfolg abhängig zu machen.
    Mir persönlich gibt auch der Gedanke Energie, dass es noch eine höhere Instanz gibt, die will, dass es uns und allen um uns herum gut geht. Also darf ich ruhig auch um Unterstützung bitten.

  • Die Freude am Tun spüren
    Viel zu oft denken wir nur an das Ergebnis. Wir stellen uns unser Buch auf der Bestsellerliste vor – und die erste Absage macht alles zunichte, auch die Freude am Schreiben.
    Manchmal fangen wir erst gar nicht an, weil uns Statistiken und Wahrscheinlichkeiten ausbremsen.
    Vielleicht werden unsere Bonbons nie im Rewe-Regal stehen. Vielleicht aber doch – wir wissen es nicht. Sicher ist jetzt schon, dass es uns immer großen Spaß macht, sie herzustellen.
    Egal ob wir ein neues Hobby, eine schönere Lebensweise oder eine Geschäftsidee starten: Unabhängig vom Ergebnis macht schon der Weg oft Freude.


In diesem Sinne wünsche ich dir ganz viel Umsetzungsenergie für deine Ideen.
Wer weiß, womit du die Welt bereicherst.

Wenn du gerade selbst eine Idee mit dir herumträgst, ist das vielleicht der zufällige Impuls, sie Wirklichkeit werden zu lassen.

(Wir haben uns übrigens mit unseren Bonbons gestern für einen Tag auf einem Weihnachtsmarkt beworben. Wenn wir eine Zusage erhalten, müssen wir im wahrsten Sinne des Wortes liefern – und wir freuen uns darauf!)

Liebe Grüße und alles Gute
deine Daniela alias Marie Adams


P.S.: Charlotte und Lisa setzen in meinem Roman „Die Bibliothek der zweiten Chancen“ auch große Träume um – und allein der Weg mit allen Herausforderungen schenkt ihnen dabei schon total viel.

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